Dach und Maler
Nicht aus Unlust. Wer den ganzen Tag auf dem Dach steht, liest abends keine Formularmails mehr. Nur weiß der Anfragende das nicht, und er fragt selten nur einen Betrieb.
37 von 100
Anfragen beantwortet
So viele Antworten kamen zurück, als die Deutsche Handwerks Zeitung hundert Anfragen an Dachdecker verschickte. Bei Fensterbauern waren es 76.
75 %
Auslastung
Zwei Punkte weniger als im Vorjahr, bei 8,9 Wochen Auftragsbestand. ZDH-Konjunkturbericht 1/2026.
85 %
rufen kein zweites Mal an
Wer niemanden erreicht, versucht es selten noch einmal. Vier von fünf hinterlassen nicht einmal eine Nachricht.
Quellen: Deutsche Handwerks Zeitung, Test mit hundert Anfragen je Gewerk. ZDH-Konjunkturbericht 1/2026.
Das Formular auf Ihrer Seite, unverändert.
Gespeichert, bevor irgendetwas rausgeht.
Mit den Rückfragen, die Sie ohnehin stellen müssten.
Die vier Sekunden sind gemessen, nicht geschätzt: neun Läufe im eigenen Aufbau, zwischen drei und sieben Sekunden. Sie gelten auch samstags um halb zehn abends, wenn jemand nach dem Sturm den Fleck an der Decke entdeckt.
Keinen Werbetext und keine Preisliste. Eine Bestätigung, die drei Rückfragen stellt, die Sie ohnehin stellen müssten, und die sagt, wann Sie sich melden.
Damit hat der Anfragende das Gefühl, angekommen zu sein, und Sie haben am nächsten Morgen die Angaben, um zu entscheiden, ob Sie hinfahren.
Beispiel: Dach undicht nach Sturm
Guten Tag Herr Ruhnke,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Ein undichtes Dach nach einem Sturm sehen wir uns zeitnah an, da warten wir nicht bis zum nächsten Kostenvoranschlag.
Damit wir einschätzen können, was nötig ist, wären drei Angaben hilfreich: In welchem Stadtteil steht das Haus, wann ist es ungefähr gebaut worden, und läuft das Wasser schon sichtbar ins Dachgeschoss?
Wenn es bereits hereinregnet, rufen Sie uns bitte direkt an. Sonst melden wir uns am nächsten Werktag bei Ihnen und stimmen einen Termin für die Besichtigung ab.
Erfundener Anfragender, erfundener Fall. Der Betrieb, der Tonfall und die Rückfragen werden vorher gemeinsam festgelegt. Unter der echten Mail steht eine Zeile, dass die erste Antwort automatisch erstellt wurde.
Keine zwanzig ungelesenen Mails, sondern eine Liste. Zu jeder Anfrage steht, worum es geht, was der Anfragende geschrieben hat und wie dringend es aussieht. Ein Sturmschaden steht oben, eine Dämmung fürs Frühjahr weiter unten.
Die Reihenfolge ist ein Vorschlag. Daneben steht jede Anfrage im Wortlaut, und die Rufnummer lässt sich am Handy direkt antippen.
Die Liste ist eine eigene Seite, die Sie über einen Link öffnen. Kein Konto, kein Passwort, kein Programm. Wer zurückgerufen hat, tippt einmal auf „Kontaktiert“, und im Büro sieht man es auch.
Was im Erstgespräch am häufigsten gefragt wird. Fehlt Ihre Frage, rufen Sie einfach an.
Nein, und das ist ausdrücklich abgeschaltet. Das System nennt keine Preise, keine Quadratmeterpreise und keine Termine, die es nicht geben kann. Es bestätigt die Anfrage, stellt die Rückfragen, die Sie ohnehin stellen müssten, und sagt, wann Sie sich melden. Was der Auftrag kostet, entscheiden Sie nach der Besichtigung.
Im eigenen Aufbau gemessen: im Mittel vier Sekunden vom Eingang der Anfrage bis zur Übergabe der Antwort an den Mailserver, in neun Läufen zwischen drei und sieben Sekunden. Der Ablauf kennt keine Uhrzeit, er läuft abends um elf genauso wie am Wochenende.
Nein. Hat Ihre Seite ein Formular, hänge ich mich an das an, was da ist. Hat sie keins, bringe ich eins mit, das Schrift und Farben Ihrer Seite übernimmt. Es braucht kein zusätzliches Programm und ist in ein paar Minuten eingesetzt, von Ihnen oder von dem, der Ihre Seite betreut.
Den Text schreibt ein Sprachmodell, in einem Rahmen, den wir vorher gemeinsam festlegen. In der Fußzeile jeder Mail steht, dass die erste Antwort automatisch erstellt wurde. Verstecken wäre der falsche Weg, und wer dann wirklich aufs Dach steigt, sind Sie.
Auf einem Server in Deutschland, bei Hetzner. Die Übersicht der Anfragen liegt dort, und Ihr Postfach auch. In die Vereinigten Staaten geht allein das, woraus der Antworttext entsteht: Vorname, die gewählte Kategorie und der Text der Nachricht. Telefonnummer und Bearbeitungsstand bleiben hier.
Nein. Es schlägt eine Reihenfolge vor, mehr nicht. Sie sehen jede Anfrage im Wortlaut neben der Einschätzung, nichts wird ausgeblendet, und Sie können die Einschätzung ändern. Ein Sturmschaden steht oben, eine Dämmung für nächstes Frühjahr weiter unten. Was Sie daraus machen, ist Ihre Sache.
Zweierlei. Erstens ist die Auslastung im Handwerk 2026 auf 75 Prozent gefallen, bei 8,9 Wochen Auftragsbestand; die Jahre, in denen man Anfragen liegen lassen konnte, sind vorbei. Zweitens geht es nicht nur um mehr Aufträge: Wer eine Absage bekommt statt gar nichts, fragt beim nächsten Mal wieder an. Wer nie eine Antwort bekommt, nicht.
Jede Anfrage wird gespeichert, bevor irgendetwas rausgeht. Fällt der Versand aus, steht sie trotzdem in der Übersicht und Sie können anrufen. Verloren geht nichts, und ich bekomme eine Meldung, meist bevor es jemandem auffällt.
Der Ablauf braucht mich nicht, um zu antworten. Er läuft rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende, und wird alle vier Stunden automatisch geprüft. Auf eine Störung reagiere ich innerhalb eines Werktags. Bin ich länger als drei Werktage weg, sage ich Ihnen vorher Bescheid, mit einer Adresse, unter der Sie trotzdem jemanden erreichen. Und endet die Zusammenarbeit, bekommen Sie alle Anfragen als Datei; Ihr Formular gehört ohnehin Ihnen.
Für die ersten zwei Betriebe 149 Euro im Monat für Betrieb und Betreuung, ohne Einrichtungsgebühr und monatlich kündbar. Dafür messen wir vorher und nachher, wie schnell Sie auf Anfragen antworten und wie viele Aufträge daraus werden, und ich darf Ihren Betrieb danach als Beispiel nennen. Haben Sie noch kein Anfrageformular, kommen einmalig 150 Euro dazu, dann bringe ich eins mit. Kein Stundenzettel, keine Nachforderung. Die ersten 14 Tage laufen kostenlos, und in dieser Zeit können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen aussteigen. Ab dem dritten Betrieb kostet es 300 Euro einmalig und 199 Euro im Monat.